Archiv für 'Peru'

Erfahrungen mit Praktikawelten von Sarah – Freiwilligenarbeit in Peru

Dienstag, 30. November 2010

Sarah Betz hat zwei Monate in Peru verbracht und dort Sozialarbeit mit Kindern geleistet. Hier kannst du ihren Erfahrungsbericht lesen:

Die Zeit war sehr schön jedoch anders als erwartet. Das Programm an sich, also die Arbeit im Kindergarten, sowie das Land Peru haben mir sehr gut gefallen.

Mein typischer Tagesablauf sah so aus, dass ich mich gegen 8 Uhr vor dem Haus meiner Kindergärtnerin mit ihr getroffen habe. Gegen 8 Uhr 30 waren wir dann im Kindergarten. Die Kinder sind dann nach und nach eingetrudelt. Zunächst war ich damit beschäftigt der Kindergärtnerin beim Erstellen der Hausaufgaben zu helfen, dann half ich den Kindern beim Essen, spielte mit ihnen oder beaufsichtigte sie draußen beim Spielen. Zwischen 12 Uhr und 12 Uhr 30 gingen die Kinder dann wieder nach Hause, wurden abgeholt, teilweise brachte auch ich sie nach Hause.

Abends suchten wir immer wieder die Diskos Cuscos auf, was meist recht nett war. Am Wochenende unternahm ich oft etwas, z.B. fuhr ich zum Machu Picchu, an den Titikaka-See, nach Arequipa und an den Colca-Canon.

Die Freiwilligenarbeit in Peru war eine tolle Erfahrung zu sehen, wie die Menschen dort leben und wie es insbesondere den Kindern auf der anderen Seite der Welt geht. Dazu war die Arbeit in dem Projekt sehr wichtig, weil man dort hautnah dabei ist.

Ich habe mit der Kultur und der Bevölkerung Erfahrungen völlig verschiedener Art gesammelt – auch was die Aufgeschlossenheit der Peruaner gegenüber “Ausländern” betrifft. Iinsgesamt jedoch ist mir wiederum bewusst geworden, dass es total verschiedene Lebensweisen und -standards gibt, bei denen man sich ebenfalls zurechtfinden kann.

Besonders schön fand ich die Momente, in denen man seine eigenen Fortschritte bezgl. der Sprache, aber auch der Eingewöhnung in die völlig andere Lebensform bemerkt hat.

s war auf jeden Fall gut, solch einen Aufenthalt zu machen, weil man einfach völlig neue Erfahrungen sammelt und erlebt, wie es in anderen Teilen der Welt zugeht!

Erfahrungen von Corinna – Freiwilligenarbeit in Peru

Freitag, 12. Dezember 2008

Corinna hat 8 Wochen Freiwilligenarbeit im Sozialarbeit- Projekt in Peru geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Mir hat es viel bedeutet, zu sehen, wie schnell die Kinder an einem hängen und einen abends am liebsten gar nicht mehr heimgehen lassen wollen. Die Kinder und auch die Betreuer waren neugierig auf uns und unser Land und ich glaube auch dankbar für die Hilfe, die wir ihnen bieten konnten.

Die Peruaner sind mir alle von Anfang an sehr herzlich und hilfsbereit entgegen gekommen. Ich hatte vom ersten Moment an das Gefühl willkommen zu sein. Man wird sofort in die Familie und Freundeskreis integriert und meiner Erfahrung nach kommt einem überall viel Offenheit entgegen. Die Leute waren neugierig auf mich und woher ich komme, was ich mache und wie mir Peru gefällt. Es war überhaupt kein Problem Leute kennen zu lernen und neue Freunde zu finden und ich habe mich keine Sekunde lang allein gefühlt oder Heimweh gehabt.

Abends hab ich mich mit Freunden getroffen, zu Hause, in Kneipen oder Restaurants.
Gemeinsam haben wir gekocht, gegessen, getrunken, geredet, gefeiert, getanzt, Filme geschaut, gelacht…An den Wochenenden war ich kaum in Cusco, da ich mir die Umgebung und andere Orte in Peru anschauen wollte. Ich hab zum Beispiel Copacabana in Bolivien am Titicacasee und Arequipa einen Besuch abgestattet. Mein Highlight war allerdings eine 5-tägige Wanderung auf der wir über eisbedeckte Berge und durch Dschungeltäler bis zu Machu Picchu gewandert sind.

Ich würde sagen, es war so weit die beste Entscheidung meines Lebens nach Peru zu gehen und mich auf ein ganz neues Land, eine andere Kultur und all die Menschen aus aller Welt, die mir über den Weg gelaufen sind, einzulassen.
So eine Reise hinterlässt bei jedem einen bleibenden Eindruck und lehrt einen viel über sich selbst. Man lernt gewisse Dinge aus dem eigenen Land mehr schätzen, würde aber gerne auch andere Dinge aus dem fremden Land für sein eigenes Leben zu Hause übernehmen. In jedem Fall wird man offener und merkt, dass Menschen, egal aus welchem Land sie kommen und was sie dort machen, doch alle irgendwo ein Leben haben, das sich von dem eigenen gar nicht so arg unterscheidet. Ich hab nicht nur viel über Peru gelernt, sondern auch über andere Länder aus denen mir Menschen begegnet sind.“

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Peru findest Du hier.