Archiv für 'Erfahrungsberichte'

Erfahrungen mit Praktikawelten von Sarah – Freiwilligenarbeit in Peru

Dienstag, 30. November 2010

Sarah Betz hat zwei Monate in Peru verbracht und dort Sozialarbeit mit Kindern geleistet. Hier kannst du ihren Erfahrungsbericht lesen:

Die Zeit war sehr schön jedoch anders als erwartet. Das Programm an sich, also die Arbeit im Kindergarten, sowie das Land Peru haben mir sehr gut gefallen.

Mein typischer Tagesablauf sah so aus, dass ich mich gegen 8 Uhr vor dem Haus meiner Kindergärtnerin mit ihr getroffen habe. Gegen 8 Uhr 30 waren wir dann im Kindergarten. Die Kinder sind dann nach und nach eingetrudelt. Zunächst war ich damit beschäftigt der Kindergärtnerin beim Erstellen der Hausaufgaben zu helfen, dann half ich den Kindern beim Essen, spielte mit ihnen oder beaufsichtigte sie draußen beim Spielen. Zwischen 12 Uhr und 12 Uhr 30 gingen die Kinder dann wieder nach Hause, wurden abgeholt, teilweise brachte auch ich sie nach Hause.

Abends suchten wir immer wieder die Diskos Cuscos auf, was meist recht nett war. Am Wochenende unternahm ich oft etwas, z.B. fuhr ich zum Machu Picchu, an den Titikaka-See, nach Arequipa und an den Colca-Canon.

Die Freiwilligenarbeit in Peru war eine tolle Erfahrung zu sehen, wie die Menschen dort leben und wie es insbesondere den Kindern auf der anderen Seite der Welt geht. Dazu war die Arbeit in dem Projekt sehr wichtig, weil man dort hautnah dabei ist.

Ich habe mit der Kultur und der Bevölkerung Erfahrungen völlig verschiedener Art gesammelt – auch was die Aufgeschlossenheit der Peruaner gegenüber “Ausländern” betrifft. Iinsgesamt jedoch ist mir wiederum bewusst geworden, dass es total verschiedene Lebensweisen und -standards gibt, bei denen man sich ebenfalls zurechtfinden kann.

Besonders schön fand ich die Momente, in denen man seine eigenen Fortschritte bezgl. der Sprache, aber auch der Eingewöhnung in die völlig andere Lebensform bemerkt hat.

s war auf jeden Fall gut, solch einen Aufenthalt zu machen, weil man einfach völlig neue Erfahrungen sammelt und erlebt, wie es in anderen Teilen der Welt zugeht!

Erfahrungen von Marcel mit Praktikawelten – Freiwilligenarbeit im Umweltschutz in Ecuador

Donnerstag, 29. April 2010

Marcel S. hat zweieinhalb Monate Freiwilligenarbeit im Bereich Umweltschutz auf den Galapagos-Inseln geleistet. Hier kannst du seinen Erfahrungsbericht lesen:

“Vor meinem Abflug habe ich meine Erwartungen niedrig gehalten, um nicht enttäuscht zu werden. Ich habe immer nur gehofft nette Leute zu treffen.

Der Aufenthalt meine Vorstellungen voll getroffen: tolle Arbeit, super Leute, Hammer Natur!!!

So sah mein Tag aus: Aufstehen um 6:50, um 7:00 gibt es Frühstück, um 8:00 gemeinsame Versammlung um über die anstehende Arbeit zu sprechen, dann mit Pick-up zur Arbeitsstelle, 5 Stunden Brombeeren mit der Machete zerstören. Anschließend essen auf der Station, duschen, Hängematte, um 18:00 Abendessen, Tischtennis, manchmal zur Bar, schlafen.

Das Wochenende haben wir immer in der Stadt verbracht und am Strand und haben auf unserer Inseln die Zeit verbracht.

Meine Erfahrungen mit den Einheimischen sind zweigeteilt:

Zum einen gibt es Einheimische, die sehr nett sind, sich für Touristen und uns Freiwillige interessieren und viele Fragen stellen über das Herkunftsland und Co.

Das war jedes Mal interessant und spaßig sich mit dieser Gruppe zu unterhalten.

Die andere Gruppe besteht aus Einheimischen, die Touristen eher als Last ansehen und sich nicht dafür interessieren und nicht grade hilfsbereit sind.

Es gab wirklich sehr viele unbeschreiblich lustige und schöne Momente und aufgrund eines bestimmten Teilnehmers nochmal ungefähr 1000000 J. Auch die Lehrer in der Sprachschule in Quito verfügen über sehr viel Humor!

Die Organisation von Praktikawelten und Erreichbarkeit bei Fragen und Problemen fand ich gut.

Besonders gut gefallen hat mir, dass soweit alles geklappt hat. Ich war schon erleichtert als ich in Quito am Flughafen von einem Mitarbeiter abgeholt wurde. Über die Arbeit auf Galapagos habe ich vorher allerdings nur wenig erfahren. Unsere Hauptaufgabe war eigentlich tägliches brombeerhacken mit der Machete, was sehr anstrengend ist. Im Katalog wurde das nicht erwähnt.

Mir hat die Arbeit natürlich trotzdem Spaß gemacht und auch das Brombeerhacken, ich meine nur aufgrund der Vollständigkeit J

Das Team vor Ort hat sich immer gut um einen gekümmert. Die Mitarbeiter kamen auch mit ins Krankenhaus, zum kochen etc. Die Einführung, die sie uns gegeben haben war echt sehr gut.

Die Entscheidung, solch einen Auslandsaufenthalt zu machen war einfach 100% richtig:

Ich fühle mich jetzt reifer, konnte viele Probleme lösen, habe Dinge erlebt die viele nicht erleben, besitze nun mehr Geduld und bin sehr offen zu neuen Menschen.

Ich habe Unmengen von neuen netten Menschen getroffen, habe unbeschreibliche Naturplätze gesehen, hatte einfach eine Menge Spaß! Durchgehend!

Meine Tipps an zukünftige Reisende:

Lernt am besten vorher ein wenig Spanisch (nur grob) das erleichtert anfangs den Sprachunterricht um ein vielfaches! Seid immer tolerant und offen und es ist ein tolles Gefühl Schwierigkeiten und Probleme vor Ort zu lösen.

Seid nett zu den Menschen und sie werden es zu euch auch sein.”

Möchtest du auch einen Erfahrungsbericht über deinen Auslandsaufenthalt in Lateinamerika veröffentlichen? Schick ihn uns einfach per Email an info@freiwilligenarbeit-lateinamerika.de

Erfahrungen mit Praktikawelten von Alexander – Freiwilligenarbeit in Argentinien

Mittwoch, 28. April 2010

Hier kannst du den Erfahrungsbericht von Alexander A. über seine Zeit während seiner viermonatigen Freiwilligenarbeit in einem Waisenhaus in Argentinien lesen:

“Von dem Projekt habe ich mir erwartet, dass ich etwas über die Kultur Südamerikas lernen und viel Kontakt zu Einheimischen haben würde. Dadurch habe ich natürlich auch gehofft, dass ich gute Grundkenntnisse in Spanisch erwerben könnte.

Meine Vorkenntnisse über das Land Argentinien waren begrenzt wodurch ich mich mehr oder weniger habe überraschen lassen was auf mich zukommt.

Eine wichtige Erfahrung, die ich während meinem Praktikum gemacht habe ist, dass materielle Dinge nicht alles bedeuten und dass man auch ohne Geld gut und glücklich aufwachsen und leben kann. Es war für mich sehr wertvoll, dass ich durch mein Projekt erfahren konnte wie das gewöhnliche Leben in Argentinien bzw. Südamerika aussieht und abläuft. Ansonsten war ich vor allem von der Offenheit und Freundlichkeit der Argentinier beeindruckt.

In meinem Projekt im Waisenhaus konnte ich auswählen ob ich zum Beispiel mit den Kindern spiele, oder ob ich handwerkliche Tätigkeiten ausrichten wollte. Diese beiden Optionen waren eine sehr gute Abwechslung zu dem normalen Schulalltag den ich die letzten Jahre hatte. Außerdem waren die Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, sehr freundlich, offen und nett.

Mein Arbeitstag fing immer um circa 9.30 Uhr an. Wir haben dann meistens Zimmer gestrichen oder andere Dinge im Haus repariert. Um circa 12.30 Uhr gab es Mittagessen mit allen Kindern des Waisenhauses. Danach war bis 15.30 Uhr Zeit um etwas mit den Kindern zu unternehmen. Wir haben meistens Fußball oder Karten gespielt. Nach der Mittagspause ging es dann weiter mit der Arbeit, die wir am Vormittag angefangen hatten. Man konnte aber immer selbst auswählen ob man lieber körperliche Arbeit verrichtet, oder ob man mit den Kindern spielen wollte. Da man in Argentinien normalerweise sehr spät zu Abend isst gab es zwischen 18.00 und 19.00 Uhr für alle Bewohner des Waisenhauses Milch oder Tee und eine Kleinigkeit zu essen, um die Zeit bis zum Abendessen zu verkürzen. Dies bereiteten wir dann immer so ab 17.30 Uhr vor. Nach der Teezeit war mein Arbeitstag dann normalerweise beendet. Bei allen Arbeiten und auch bei der Dauer der Arbeit wurde es einem immer selbst überlassen in welchem Maße man mitarbeiten wollte.

In meiner Freizeit und vor allem am Wochenende habe ich viel mit den anderen Teilnehmern unternommen. Wir sind oft gemeinsam abends in die Bars und Clubs Cordobas gegangen und haben so das Nachleben erkundet. An langen Wochenenden haben wir immer mal wieder Reisen zu sehenswerten Orten oder anderen großen Städten Argentiniens unternommen. Ansonsten war es natürlich immer eine sehr gute Erfahrung wenn man sich mit Einheimischen getroffen hat, die man im Laufe der Zeit kennengelernt hat. Auch mit denen war das gemeinsame Weggehen, oder die gemeinsamen Abendessen immer sehr lustig.

Die gemeinsamen Reisen mit den anderen Teilnehmern waren sehr schön und interessant. Vor allem die Reise nach Iguazu (Brasilien) und nach Buenos Aires waren sehr eindrücklich. Auch die Besuche von Fußballspielen sowohl in Cordoba als auch Buenos Aires waren definitiv Highlights des Aufenthaltes. Außerdem war die Zeit in meiner Praktikumsstelle zu jeder Zeit sehr lustig. Dort habe ich sehr viele schöne Momente gehabt an die ich mich zurückerinnern kann.

Vor allem die Mentalität und die Lebensweise der Argentinier unterscheiden sich sehr stark von der der Deutschen und wahrscheinlich auch der Europäer insgesamt. Was esrtmal ein bisschen negativ auffällt ist, dass die Argentinier generell ein bisschen unzuverlässiger und unorganisierter sind wie wir es bei uns gewohnt sind. Dies ist definitiv ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Durch diese eigentlich negativen Aspekte ist das Leben in Argentinien insgesamt viel lockerer und gelassener, was mir sehr gut gefallen hat. Außerdem sind die Leute meiner Meinung nach sehr viel offener und freundlicher. Die Mentalität zeichnet sich dadurch aus dass die Menschen sehr lebenslustig sind.

Zur Betreuung durch Praktikawelten kann ich sagen, dass alle Mitarbeiter der Organisation bei allen Fragen die ich hatte sehr hilfsbereit und sehr gut informiert waren. Auch die Aufenthaltsunterlagen und die Informationen waren präzise und hilfreich. Sowohl die telefonische Bereitschaft und Auskunft als auch die Kommunikation per Email verlief sehr gut und vor allem schnell und problemlos. Das Team vor Ort Bei war echt hilfsbereit bei allen Fragen die ich hatte. Ich war sowohl mit der Unterbringung in der Gastfamilie als auch mit dem übrigen Service zufrieden. Die Änderung des Flugtickets wurde zum Beispiel problemlos von dem Team vor Ort erledigt.

Mein Auslandsaufenthalt in Argentinien war definitiv eine sehr gute und wichtige Erfahrung. Durch den Umgang mit den Einheimischen und durch die Arbeit in meiner Praktikumsstelle habe ich viel über die dort lebenden Menschen gelernt. Das Wohlstandsniveau in Argentinier ist insgesamt niedriger als in Deutschland und man wird im alltäglichen Leben sehr viel mehr mit Armut konfrontiert, als man es sich hier gewohnt ist. Vor allem diese Erfahrung war sehr lehrreich. Außerdem wurde einem dadurch klar, dass man auch mit Weniger zufrieden sein kann und ein bisschen sparsamer leben kann.

An zukünftige Freiwillige habe ich nur den Tipp, dass sie bei ihrem Aufenthalt vor allem sehr offen und unvoreingenommen sein sollen. Außerdem muss man sich vor seiner Reise klar sein, dass viele alltägliche Dinge in Argentinien anders sind und dass man dadurch auch oft Kompromisse eingehen muss.”

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Erfahrungen mit Praktikawelten von Lena T. – Freiwilligenarbeit in Ecuador

Dienstag, 27. April 2010

Lena T. hat zwei Monate Freiwilligenarbeit im Bereich Reittherapie in Ecuador geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Ich bin vor Abflug mit sehr gemischten Gefühlen am Flughafen gestanden, denn einerseits wusste ich, dass ich in ein sehr armes und von der Kultur völlig fremdes Land fliege, doch andererseits waren an das Projekt doch eher hohe Erwartungen geknüpft, da es eben von einer Deutschen geleitet wird und man dann auch auf deutsche Tugenden, wie Pünktlichkeit und Organisation hofft.

Und die Zeit im Projekt war super, genau nach meinen Vorstellungen!

Einfach weil ich mit meiner Gastfamilie und den Leuten am Projektort einfach totales Glück hatte. Alle waren freundlich, nett und hilfsbereit beim Erlernen und Praktizieren der fremden Sprache. Außerdem habe ich mich im Projekt nie ausgenutzt, sondern respektiert gefühlt, so als ob meine Anwesenheit wirklich eine kleine Hilfe für sie ist.

Da meine Gastfamilie nicht weit weg vom Projekt lebte, ging’s morgens um 7:40 Uhr zu Fuß los, um pünktlich um 8 Uhr an Ort und Stelle zu sein. Auf dem Hof stand dann erst einmal das Versorgen und Vorbereiten der Pferde auf dem Programm. Dazu gehörten das Tränken (keine Angst die Pferde hungern nicht, waren aber um diese Uhrzeit bereits gefüttert), Verteilen (Koppel oder Stall) und Putzen der Pferde. Um 9 Uhr war dann Therapiebeginn. Wir sind nun bei Optimal-Besetzung mit 4 Pferden, an denen je 3 Mitarbeiter beschäftigt sind, bis ca.11Uhr in der Reithalle gewesen, um Kindern mit verschiedensten Behinderungen bzw. Störungen mit der Hippotherapie zu helfen. Jeder Patient hat dabei 5 verschiedene Positionen, deren Dauer (je 2 Runden) und Abfolge genau festgelegt sind, zu absolvieren. Natürlich wird aber auf die individuelle Fähigkeit des Kindes geachtet, so dass auch einmal eine Position ausgelassen oder getauscht wird. Dies alles war dann von uns nach der Therapie zu dokumentieren, damit man die, hoffentlich positive, Entwicklung des Kindes verfolgen kann.

Nach der Therapie erhielten die Pferde ihren wohlverdienten Snack für zwischendurch (Mais) und die Freiwilligen ihre Pause. Wer sich dafür entschied, den Nachmittag im Projekt zu verbringen, begann um 14 Uhr erneut mit der Fütterung der Pferde. Danach war erneutes Putzen und Vorbereiten angesagt, da um 15 Uhr die ersten Reitschüler erschienen. Nun konnten wir wahlweise beim Reitunterricht assistieren, ihn selbst erteilen oder eines der Pferde reiten. So war die Nachmittagsarbeit immer schnell erledigt und wurde um 18 Uhr mit der Abendfütterung abgeschlossen.

Eine der Haupterfahrungen, die ich gesammelt habe, ist das wissen, das Verständigung und Organisation die Arbeit um einiges erleichtern können.

Bei der Projektarbeit selbst war es für mich total faszinierend, die Entwicklungen der jeweiligen Patienten zu verfolgen. Denn an Hand dieser wurde einem dann bewusst, dass man mit seiner Hilfe vor Ort wirklich etwas bewegen kann.

Die meisten Einheimischen waren sehr neugierig und offenherzig. Die Anonymität, die man oft aus deutschen Städten kennt, herrscht dort nicht vor. Man wird auf der Straße gegrüßt und auch sehr schnell in ein freundliches Gespräch verwickelt.

Außerdem ist es jedem zu raten, sich für seinen Aufenthalt eine Gastfamilie zu wählen, da man dort einfach viel mehr über Land und Leute erfährt und natürlich verstärkt auf die fremde Sprache angewiesen ist.

Die Wochenenden wurden natürlich zum Reisen verwendet, um die Vielseitigkeit des Landes kennen und lieben zu lernen. Denn es ist schon beeindruckend, wenn man sich klarmacht, dass man an jenem Wochenende noch auf dem schneebedeckten Cotopaxi stand und am nächsten in der Sonne an der Küste liegt.

Abends ging es dann mit den anderen Freiwilligen, sowie unseren einheimischen Nachbarn los nach Quito, um feiern zu gehen. Wenn aber die ruhigere Variante des Abendprogramm gewählt wurde, trafen wir uns zum Grillen, Fußballspielen oder veranstalteten DVD-Abende.

Also, langweilig wurde es nie!!!

Was war der lustigste/schönste Moment Deines Aufenthalts? (können auch mehrere gewesen sein!)

Zu den lustigsten Momenten meines Aufenthaltes zählen ganz klar die “Familienausflüge” in die ortsansässige Salsotheka. Dann wurden die ganze engere und entferntere Familie und die Nachbarn geschnappt und los ging’s. Es war einfach ein riesen Spaß zu sehen, wie problemlos und ausgelassen jung und alt die Nacht zusammen durchmachen können…..und am nächsten Tag trotzdem ohne zu jammern gewissenhaft ihrer Arbeit nachgehen.

Die Mitarbeiter von Praktikawelten waren vor meiner Abreise für alle meine Fragen offen und haben diese auch zufriedenstellend beantwortet.

Auch vor Ort waren die Mitarbeiter sehr darum bemüht, uns bei allen möglichen Problemen, seien es nun Krankheiten oder Überfälle, zur Seite zu stehen.

Dadurch, dass in dem Projekt zu dieser Zeit etwa 10 weitere Freiwillige waren, durfte ich von diesen eine schnelle und aufschlussreiche Einführung genießen.

Es war absolut das Beste, was ich nach meinem Abitur machen konnte, um die Zeit bis zum Studium zu überbrücken. Natürlich hat mich die Zeit dort weitergebracht und meine Reiselust und das Fernweh geweckt. Für mich steht jetzt schon fest, dass ich auf jeden Fall irgendwann nach Südamerika, sei es nun Ecuador oder eines seiner Nachbarn, zurückkehren werde. Und, da ich mich mit meiner Gastfamilie super verstanden habe (großes Lob an die Auswähler), habe ich auch für die Zukunft schon eine Anlaufstelle gefunden.

Meine Tipps an zukünftige Reisende:

Als erstes: GENIESST eure Zeit im jeweiligen Land, denn sie vergeht viel zu schnell!!!

Lasst eurem Körper ausreichend Zeit sich an die klimatischen und hygienischen Veränderungen zu gewöhnen, aber seid trotzdem nicht zu scheu, um Neues und Ungewohntes auszuprobieren.

Macht euch von vornherein klar, dass eure Improvisationskünste durchaus gefragt werden können……aber das ist ja gerade das Spannende.

Lasst euch von den Taxifahrern bzw. Verkäufern nicht abzocken, sondern sagt ihnen direkt ins Gesicht, dass ihr genau wisst, dass das nun gerade ein Preis für Hellhäutige ist…..natürlich gibt es die von der sturen Sorte, aber ihr werdet merken, dass der Großteil dann doch klein beigibt und den Preis senkt…ob es dann schon das Preisniveau für Einheimische ist, bleibt fraglich, aber ihr zahlt dann immerhin schon mal ein bisschen weniger.”

Wenn auch du deinen Erfahrungsbericht über einen Auslandsaufenthalt in Lateinamerika veröffentlichen möchtest, schick ihn uns doch per Email: info@freiwilligenarbeit-lateinamerika.de

Erfahrungsbericht von Olivia – Freiwilligenarbeit in Argentinien

Montag, 6. Juli 2009

Olivia hat Freiwilligenarbeit im Bereich Sozialwesen in Argentinien geleistet:

„Abi in der Tasche und ab in die große weite Welt – ich wollte das auch. Warum meine Entscheidung letztendlich auf Argentinien fiel, weiß ich nicht, aber ich habe es zu keinem Zeitpunkt meines Aufenthalts in Cordoba bereut. Ich habe zuvor wenige Erwartungen an den Aufenthalt gestellt, wollte das Ganze lieber auf mich zukommen lassen.

Mein Projekt hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Leute mit denen ich im Kindergarten gearbeitet habe, sind nach einiger Zeit zu guten Freunden geworden. Anfangs hat es mich gestört, mit so vielen Deutschen zusammen in dem Freiwilligenhaus zu wohnen, weil das dem Spanischlernen ein wenig im Wege steht. Aber nach kurzer Zeit hatte ich genug Kontakt zu Argentiniern. mit denen ich reden konnte.

Ich fing meistens erst um elf Uhr an zu arbeiten, musste allerdings etwa eine dreiviertel Stunde zur Arbeit fahren. Dort angekommen spielten ich und eine andere Praktikantin mit den Kindern, die zwischen sieben und elf Jahren alt waren. Die Kinder waren wirklich froh, jemanden zu haben, der sich nur mit ihnen beschäftigt und sich auch mal ein paar Spiele für sie ausdenkt. Ich bekam bei meiner Arbeit auch Mittagessen, danach war Aufräumen und wieder Spielen angesagt. Etwa gegen fünf Uhr fuhr ich nach Hause. Zwei Wochen lang habe ich den Kindergärtnerinnen auch beim Renovieren des Gebäudes geholfen, die Wände mussten gestrichen werden, ein paar Zeichnungen und Bastelarbeiten kamen auch noch dazu. Leider kam ich gerade in der Ferienzeit an, das heißt es waren immer relativ wenige Kinder da.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Menschen in Südamerika um einiges herzlicher, offener und interessierter an Fremden und vor allem Ausländern sind als Deutsche. Allerdings habe ich gehört, dass die Offenheit der Menschen sich noch in Grenzen hält, wenn man eine wirklich andere Umgangsform erleben möchte, solle man nach Peru oder Bolivien reisen. Außerdem ist mir aufgefallen, wie einfach es eigentlich ist, sich in einem fremden Land zurechtzufinden und wohl zu fühlen, sofern man netten Leuten begegnet.

Mir sind nur nette und offene Leute begegnet, die sehr gastfreundlich sind. Alle, zu denen ich ein wenig mehr Kontakt hatte, haben mich wieder zu sich nach Hause eingeladen.

In den ersten vier Wochen hatte ich auch viel Zeit, um das Land und die Stadt ein wenig kennen zu lernen. Cordoba ist keine Touristenstadt, hat aber trotzdem sehr schöne Ecken zu bieten. Vor allem den Künstlermarkt am Samstag und Sonntag sollte man nicht auslassen. Ich habe dort bestimmt 500 Pesos ausgegeben, man kann an diesen wunderschönen Sachen (Taschen, Gürtel, Schmuck, Klamotten – alles in Handarbeit) einfach nicht vorbei laufen. Und man sollte auf jeden Fall einige Reisen einplanen, wenn man in dieses riesige Land kommt.

Was mich am meisten beeindruckt hat, war Buenos Aires. Die Stadt besitzt unglaublich viel Energie, immer ist irgendwas los, die Nacht hört erst um neun Uhr morgens auf und es gibt einfach wahnsinnig viel zu sehen. Nur die langen Strecken, die man mit dem Bus überwinden muss, nerven ein wenig.

Salta, eine Provinz im Norden Argentiniens hat mich ebenso beeindruckt. Die Fahrt in die Salzwüste und die Berge, die alle Farben von Grün über Blau, Rot, Orange und Gelb aufweisen, werde ich nicht vergessen.

Die Betreuung durch die Organisation hat mir sehr gut gefallen, weil wirklich alle Fragen, die mich beschäftigt haben, geklärt werden konnten. Außerdem fand ich die Mädels am Telefon immer sehr nett, auch wenn ich manchmal 5 mal am Tag angerufen habe, verloren sie nie die Geduld. Auch die Infomappe enthielt alle Infos, die ich brauchte.

Mein Aufenthalt hat mir sehr gut gefallen, ich würde es jederzeit wiedermachen. Ich habe das Gefühl, ein wenig selbstständiger geworden zu sein und natürlich ist es auch gut, die Spanischkenntnisse gewonnen zu haben. Und ich habe festgestellt: Sobald man alleine reist, und vor allem in ein fremdes, weit entferntes Land, in dem man die Sprache nicht kennt, ist eine Organisation wie Praktikawelten sehr, sehr hilfreich.“

Der Auslandsaufenthalt wurde von Praktikawelten organisiert.

Erfahrungen mit Praktikawelten von Hanna – Freiwilligenarbeit in Argentinien

Montag, 9. Februar 2009

Hanna hat 12 Wochen Freiwilligenarbeit im Bereich Reittherapie in Argentinien geleistet:

„Als ich auf der Farm angekommen bin, habe ich geholfen die Pferde zu tränken und für die Reitstunden der nicht behinderten Kinder vorzubereiten, d.h. Pferde putzen und satteln.
Danach kamen dann nach und nach immer wieder Reitschüler, die ich dann auch teilweise mitbetreut habe in den Reitstunden.
Nach den Stunden, bei denen ich auch öfters mit reiten durfte, wurden dann die Pferde von mir und den Arbeitern dort wieder versorgt und in die Ställe gebracht.
Ich habe auf jeden Fall gemerkt, wie sehr der Kontakt mit den Pferden den Menschen gut getan hat, sie beruhigt hat und gleichzeitig aufleben lassen hat. Ich habe sehr viel Ruhe und Geduld aus diesem Projekt mitgenommen.

Meine Erfahrungen, die ich gesammelt habe sind, dass die Argentinier alle ein bisschen gemütlicher sind. Die Einheimischen in Argentinien sind alle sehr freundliche Leute, die, obwohl sie selbst fast nichts haben, gerne mit einem teilen. Oft bin ich zu Asados oder auf einen Mate eingeladen worden. Viele interessierten sich auch sehr für die deutsche Kultur und so haben wir uns immer in interessanten Gesprächen ausgetauscht.

Für mich als Europäerin ist es erstaunlich, wie die Menschen dort aus dem bisschen oder nichts, was sie haben, so viel für sich herausholen können und ich habe mich mit den Einheimischen sehr wohl gefühlt, da die Gastfreundlichkeit und Menschlichkeit eine ganz andere ist, als man es aus Europa gewohnt ist!

Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung die ich keine Sekunde bereut habe und ich würde es jeden empfehlen!
Mein Aufenthalt hat mich in meinem Leben und in meinen Entscheidungen auf jeden Fall ein großes Stück weitergebracht!“

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Argentinien findest Du hier.

Erfahrungen von Corinna – Freiwilligenarbeit in Peru

Freitag, 12. Dezember 2008

Corinna hat 8 Wochen Freiwilligenarbeit im Sozialarbeit- Projekt in Peru geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Mir hat es viel bedeutet, zu sehen, wie schnell die Kinder an einem hängen und einen abends am liebsten gar nicht mehr heimgehen lassen wollen. Die Kinder und auch die Betreuer waren neugierig auf uns und unser Land und ich glaube auch dankbar für die Hilfe, die wir ihnen bieten konnten.

Die Peruaner sind mir alle von Anfang an sehr herzlich und hilfsbereit entgegen gekommen. Ich hatte vom ersten Moment an das Gefühl willkommen zu sein. Man wird sofort in die Familie und Freundeskreis integriert und meiner Erfahrung nach kommt einem überall viel Offenheit entgegen. Die Leute waren neugierig auf mich und woher ich komme, was ich mache und wie mir Peru gefällt. Es war überhaupt kein Problem Leute kennen zu lernen und neue Freunde zu finden und ich habe mich keine Sekunde lang allein gefühlt oder Heimweh gehabt.

Abends hab ich mich mit Freunden getroffen, zu Hause, in Kneipen oder Restaurants.
Gemeinsam haben wir gekocht, gegessen, getrunken, geredet, gefeiert, getanzt, Filme geschaut, gelacht…An den Wochenenden war ich kaum in Cusco, da ich mir die Umgebung und andere Orte in Peru anschauen wollte. Ich hab zum Beispiel Copacabana in Bolivien am Titicacasee und Arequipa einen Besuch abgestattet. Mein Highlight war allerdings eine 5-tägige Wanderung auf der wir über eisbedeckte Berge und durch Dschungeltäler bis zu Machu Picchu gewandert sind.

Ich würde sagen, es war so weit die beste Entscheidung meines Lebens nach Peru zu gehen und mich auf ein ganz neues Land, eine andere Kultur und all die Menschen aus aller Welt, die mir über den Weg gelaufen sind, einzulassen.
So eine Reise hinterlässt bei jedem einen bleibenden Eindruck und lehrt einen viel über sich selbst. Man lernt gewisse Dinge aus dem eigenen Land mehr schätzen, würde aber gerne auch andere Dinge aus dem fremden Land für sein eigenes Leben zu Hause übernehmen. In jedem Fall wird man offener und merkt, dass Menschen, egal aus welchem Land sie kommen und was sie dort machen, doch alle irgendwo ein Leben haben, das sich von dem eigenen gar nicht so arg unterscheidet. Ich hab nicht nur viel über Peru gelernt, sondern auch über andere Länder aus denen mir Menschen begegnet sind.“

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Peru findest Du hier.

Erfahrungen mit Praktikawelten von Katharina – Auslandspraktikum in der Psychologie in Ecuador

Freitag, 12. Dezember 2008

Katharina hat ein Auslandspraktukum im Bereich Psychologie in Ecuador gemacht. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Der 12-wöchige Auslandsaufenthalt in Ecuador war für mich eine 100% Bereicherung und ich kann behaupten, dass ich um vieles reifer und selbstständiger, natürlich auch aufgeklärter was die Welt und ihre unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen angeht, geworden bin.

Zum einen wurde ich mit dem Bereich Psychologie vertraut, zum anderen mit einem Land, das bei weitem nicht dem Standard von Deutschland entspricht. Ich weiß nun, wie hart die Menschen in anderen Teilen der Welt arbeiten müssen, um einen Bruchteil davon zu erreichen, was in Deutschland als selbstverständlich angesehen wird.
Die Ecuadorianer wissen die Freiwilligenarbeit wirklich zu schätzen. Das geben sie einem mehr als genug zu verstehen. Die Herzlichkeit, mit der die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet- Mitarbeiter und Patienten- einem begegnen, gibt einem so viel zurück, dass ich stets hinter dem stand, was ich tat.

Zusammen mit den Psychologen wertete ich Tests aus, nahm an Therapiesitzungen teil, gestaltete Plakate zur Aidsprävention mit, holte verhaltensauffällige Kinder aus der nahe gelegenen Schule zum gemeinsamen Arbeiten ab und vieles mehr. Bei Bedarf begleitete ich auch Ärzte, die in der Nachbarschaft zum Impfen eingeteilt waren und assistierte hier.

An den Wochenenden bin ich stets mit meinen Freunden, die ich wirklich schnell gefunden habe, verreist. Jedes Wochenende war ein neues Abenteuer, das ich nicht missen will.
Ich habe es keine Sekunde bereut, diesen Schritt getan zu haben.“

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Ecuador findest Du hier.

Erfahrungen von Kristin – Freiwlilligenarbeit in Ecuador

Freitag, 12. Dezember 2008

Kristin hat 4 Wochen Freiwilligenarbeit im Bereich Sozialarbeit in Ecuador geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Im Kindergarten wurde ich sofort offen und liebevoll aufgenommen.
Es ist zwar schon anders als ein Kindergarten hier zu Hause, aber trotzdem hat es mir total viel Spaß gemacht und ich habe die Zeit dort total genossen.
Mit der Erzieherin habe ich das volle Glückslos gezogen, weil ich mich richtig gut mit ihr verstanden habe und sie wirklich total lieb zu mir und auch zu den Kindern war.
Auch die Kinder haben sich total schnell an mich gewöhnt und waren vom ersten Tag an aufgeschlossen, süß und lieb. Klar gibt es immer ein paar die versuchen einem auf der Nase herum zu tanzen, aber das darf man einfach nicht mit sich machen lassen.

Ich habe sehr viele Erfahrungen für mich selbst gesammelt. Zum einen habe ich natürlich Spanisch gelernt, aber zum anderen habe ich gesehen wie offen einen die Menschen dort aufnehmen, ohne Vorurteil oder Hintergedanken. Ich wurde viel extremer mit Kriminalität und konfrontiert als hier in Deutschland, aber auch das war für mich eine Erfahrung wert.
Besonders beeindruckt haben mich die Menschen, die kaum etwas besitzen und trotzdem total zufrieden mit dem sind was sie haben und fröhlich und glücklich durchs Leben gehen.

Die Entscheidung war auf jeden Fall die Richtige. Wenn ich mich gegen den Auslandsaufenthalt entschieden hätte, hätte ich es 100% bereut. Mich persönlich hat es viel selbstständiger gemacht und ich weiß die Sachen zu Hause viel mehr zu schätzen.
Auch wenn man etwas Angst oder ein “Grummeln im Bauch” vor so einem Aufenthalt hat, sollte man es auf jeden Fall machen. Es lohnt sich total und ist eine Erfahrung die Dir keiner mehr nehmen kann.“

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Ecuador findest Du hier.

Erfahrungen mit Praktikawelten von Franziska – Freiwilligenarbeit in Ecuador

Freitag, 12. Dezember 2008

Franziska hatFreiwilligenarbeit im Sozialarbeit- Projekt in Ecuador geleistet. Hier ist ihr Erfahrungsbericht:

„Die Arbeit im Kindergarten war super. Ich hatte viel Kontakt zu den Kindern und auch genügend Möglichkeiten, mich aktiv in den Unterricht einzubringen.
Rund um den Kindergarten habe ich sehr viele Menschen kennen gelernt, ob groß oder klein, die mich alle mit offenem Herzen aufgenommen haben. Das hat mich sehr geprägt. Unausweichlicher Weise hab ich natürlich viel von Kindererziehung und pädagogischen Lehrmethoden mitbekommen.
Ich habe außerdem gelernt, stressige Situationen auch mal mit der locker-leichten südamerikanischen Sichtweise zu betrachten.
..einfach la pura vida!!

Das Ausland mit allen seinen Eigenheiten kennen zu lernen und Teil davon zu werden macht so viel Spaß und lehrt viel Anpassungsfähigkeit. Seit meinem Aufenthalt in Ecuador bin ich auf jeden Fall selbstständiger und habe eine große Liebe zu kleinen Details entwickelt.“

Mehr Informationen über Freiwilligenarbeit in Ecuador findest Du hier.